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Schutzhaus

Die Schutzhütte verfügt über neun Zimmer und einen wunderschönes rustikales Matratzenlager,
das sich im Dachboden befindet. Insgesamt können auf der Schutzhütte 45 Personen übernachten.
Davon 30 im Lager und der Rest in verschiedenen Zimmern (Einzel-, Doppel- und ein Sechsbettzimmer).

Familie Lunger ist bemüht, Ihnen stets frische Tiroler Kost und hausgemachten Kuchen und Brot zu servieren. 

Geschichtliches zur Schutzhütte:

Zu Beginn des 19. Jh. wurde in der damaligen Gemeinde Latzfons ein einfaches Hospiz gebaut,
welches die bescheidenen Ansprüche der Wallfahrer mehr oder weniger befriedigte.
Im Winter 1850 brannte es bis auf die Grundmauern nieder.
Aufgrund des regen Besuches am Wallfahrtsort setzte sich das erzbischöfliche Generalvikariat in Trient
und der Alpenverein Südtirol für einen Neuaufbau ein. Das Vorhaben scheiterte dann leider an Geldmangel.
So fiel diese dringliche Aufgabe wieder an die Gemeinde Latzfons zurück.
Die neuerbaute Hütte entsprach wiederum nur sehr bescheidenen Ansprüchen.
Gleich nach dem Ersten Weltkrieg beabsichtigte die Gemeinde Latzfons
die inzwischen reparaturbedürftige Schutzhütte auszubauen, was jedoch aufgrund
finanzieller Schwierigkeiten nicht möglich war. 

1936 wurde durch Hinaufschleppen von Bauholz ein neuer Versuch unternommen,
aber der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verhinderte wiederum den Umbau.
Ab 1940 wurde das verwahrloste Haus nur mehr von Hirten und als Schafstall benutzt. 

1947 musste die Hütte wegen Baufälligkeit endgültig geschlossen werden.
Da die Gemeinde nicht bereit war eine neue Hütte zu erbauen,
beschloss der damalige Pfarrer von Latzfons Bartholomäus Terzer
die Hüttenruine zu kaufen und mit Zustimmung der Latzfonser Fraktionsgemeinschaft
mit dem Wiederaufbau des Hauses zu beginnen. Mit vielen freiwilligen Helfern,
Holz- und Geldspenden konnte 1951 mit dem Bau begonnen werden.
Das neue Schutzhaus konnte im darauffolgenden Jahr, im Sommer 1952, im Betrieb genommen werden. 

Seitdem wurden immer wieder kleinere Verbesserungen durchgeführt
(Dach, Fenster, Waschraum mit warmen Wasser und Stromaggregat).

Zur Geschichte der Kirche:

Im Jahre 1700 wurde das Kruzifix (Schwarzer Herrgott), das in der Totengruft von Latzfons
gefunden wurde, in feierlicher Prozession auf das Gebirge des Ritzlars getragen und dort
als sogenanntes Wetterkreuz aufgestellt. Anfangs stand das Kreuz unter freiem Himmel,
bis im Jahre 1743, aus Spenden vieler Wallfahrer, ein kleines Kirchlein erbaut werden konnte.
Ein Jahrhundert später, um 1860, wurde aus dem bereits baufälligen und zu klein gewordenen Kirchlein,
unter der Leitung des damaligen Kooperators von Latzfons, Johann Krapf, ein zierlicher neugotischer Neubau.
Im Turminneren hängen drei kleine Glocken, aus der Werkstatt von Grasmair in Brixen.
Sie begrüßen heute noch die Bittgänger und rufen zum sonntäglichen Gottesdienst. 

Ab der Saltnerhütte, oberhalb der Klausnerhütte, führt ein Kreuzweg mit fünfzehn Stationen,
hinauf bis zum höchstgelegenen Wallfahrtsort Europas.
Der Wanderer sollte damit angeregt werden, beim letzten mühsam werdenden Anstieg,
sich auf das geistliche Zentrum des Latzfonser Kreuzes einzustellen. 

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